Die Kinderchöre der Eberhardskirche und
ein Orchester unter Leitung von Juliane
Mechler singen und spielen die Kinderoper
„Brundibár“ - zur Erinnerung an den
Beginn des 2.Weltkrieges vor 70 Jahren.
Und laden herzlich dazu ein!
Die Oper in zwei Akten entstand 1938 in
Prag. Das Libretto wurde von Adolf
Hoffmeister (heute Israel) geschrieben.
Die Musik hat Hans Krása - 1899 in Prag
geboren, Schüler von A. Zemlinsky - komponiert.
Seine Premiere hatte das Stück
im jüdischen Waisenhaus in Prag. Im August
1942 wurde Krása nach Theresienstadt
deportiert. Er konnte die Partitur nicht
mitnehmen und rekonstruierte die Oper,
die im sogenannten Durchgangslager in
den Jahren 1943 und 1944 über 50 Mal
von den inhaftierten Kindern aufgeführt
wurde. Im Oktober 1944 wurde Krása
nach Auschwitz deportiert, von wo er nicht
mehr zurückkehrte.
Die Geschichte, von der die Oper handelt,
endet mit der Befreiung von der diktatorischen
Herrschaft: Brundibár, der Leierkastenmann,
der in der Oper für Hitler steht,
wird vertrieben. Die Oper wurde verstanden
als geistiger Widerstand und als
Sehnsucht nach Menschlichkeit und Freiheit.
Die Hauptrollen singen und spielen:
Felicitas Greis (Pepicek), Marlene Heinrich
(Spatz), Debora und Sara
Krabbendam (Aninka, Hund), Leah
Wesselborg (Katze) und Katharina Wild
(Brundibár). Die Nebenrollen sind besetzt
mit: Annalena Kümmel (Milchmann) und
Jona Riese (Polizist), Pablo Bock (Bäkker)
und Lilly Bizer (Eismann).
Juliane Mechler